Allgemeine Infos

Nachfolgend finden Sie einige Tipps zum verantwortungsvollen Spielen
Weitere Informationen und Beratungsangebote finden Sie auch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter http://www.spielen-mit-verantwortung.de/

10 Tipps

  • Informieren Sie sich vor Spielbeginn genau über Spielablauf und Gewinnchancen.
  • Achten Sie darauf, dass das Glücksspiel nur eine von mehreren Freizeitaktivitäten bleibt.
  • Nutzen Sie das Spiel nicht, um an Geld zu kommen.
  • Benutzen Sie fürs Spielen nur Geld, das Ihnen gehört und das für keinen anderen Zweck bestimmt ist.
  • Setzen Sie sich vor dem Spielen ein Limit, wie viel Geld Sie zu verlieren bereit sind – und halten Sie sich an diese Grenze!
  • Beenden Sie das Spielen nach einer Glückssträhne und nehmen sie das Geld mit nach Hause.
  • Machen Sie regelmäßig Spielpausen!
  • Versuchen Sie nicht, bisherige Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen.
  • Spielen Sie nicht zur Ablenkung, z.B. wenn Sie in schlechter Stimmung sind.
  • Spielen Sie nicht, wenn Sie unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen stehen.

Falls Sie dennoch einmal das Gefühl haben, dass Ihr Spielverhalten problematisch werden könnte, finden Sie eine Auflistung möglicher Hilfsangebote unter www.spielzert.de und www.spielen-mit-verantwortung.de.

Problematisches Spielen

Glücksspielsucht ist eine Erkrankung, die schleichend verläuft. Auch Angehörigen wird normalerweise das gesamte Ausmaß des Problems erst nach und nach bewusst. Anzeichen für das problematische Spielverhalten können Angehörige beispielsweise an den nachfolgend geschilderten Verhaltensänderungen beobachten.

Das Spiel steht an erster Stelle. Die Familie oder die Partnerschaft rückt in den Hintergrund. Oft wird das Spielen verheimlicht. Da bei übermäßigem Spielen Schulden entstehen können, kann die finanzielle Situation bedrohlich werden. Eigenes Fehlverhalten sieht der Spieler nicht.

Die Folgen der Glücksspielsucht sind für Angehörige oft so schwerwiegend, dass es schwer fällt, sich anderen anzuvertrauen. Gefühle wie Wut und Enttäuschung, Hilflosigkeit und Not fordern die Angehörigen bis zur Grenze der Belastbarkeit.

Studien, Statistiken

  • Prof. Dr. Gerhard Meyer: „Glücksspiel – Zahlen und Fakten“, in: Jahrbuch Sucht 2014, S. 124 bis 140
  • Prof. Dr. Gerhard Bühringer (IFT-Institut für Therapieforschung, München): Stellungnahme zur Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages vom 30. Juni 2009 [Ausschussdrucksache 16(14)0566(16)]
  • Prof. Dr. Gerhard Bühringer u.a.: „Pathologisches Glücksspiel in Deutschland: Spiel- und Bevölkerungsrisiken“, in: Zeitschrift Sucht, Jahrgang 53 (2007), Heft 5, S. 296 bis 307
  • Dipl.-Soziologe Sven Buth, Prof. Dr. Heino Stöver: „Glücksspielteilnahme und Glücksspielprobleme in Deutschland: Ergebnisse einer bundesweiten Repräsentativbefragung“, in: Suchttherapie 2008, Heft 9, S. 3 bis 11
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Ergebnisbericht „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2013“ (Februar 2014)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Ergebnisbericht „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland – Ergebnisse aus drei repräsentativen Bevölkerungsbefragungen 2007, 2009 und 2011“ (Januar 2012)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Ergebnisbericht „Glücksspielverhalten in Deutschland 2007 und 2009 – Ergebnisse aus zwei repräsentativen Bevölkerungsbefragungen“ (Januar 2010)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Ergebnisbericht „Glücksspielverhalten und problematisches Glücksspielen in Deutschland 2007 – Ergebnisse einer Repräsentativbefragung“ (Juli 2008)
  • Endbericht: „Pathologisches Glücksspielen und Epidemiologie (PAGE): Entstehung, Komorbidität, Remission und Behandlung“, Greifswald und Lübeck, 29. März 2011
  • TNS-Emnid (Prof. Dr. Henning Haase, Dr. Henry Puhe): „Spielen mit und um Geld in Deutschland – Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsuntersuchung – Sonderauswertung: pathologisches Spielverhalten“, Oktober 2011 (nebst Presseerklärung)
  • Prof. Dr. Dr. Franz W. Peren, Prof. Dr. Reiner Clement (Forschungsinstitut für Glücksspiel und Wetten): „Pathologie-Potenziale von Glücksspielprodukten – eine komparative Bewertung von in Deutschland angebotenen Spielformen“, Mai 2011 (nebst Presseerklärung)
  • Prof. Dr. Iver Hand, Diplom-Psychologin Sarah Kegat: „Geldflüsse und Aktivitäten seit dem ersten Glücksspielstaatsvertrag“, in: Konturen, 5/2013.
  • Prof. Dr. Dr. Franz W. Peren, Prof. Dr. Reiner Clement (Forschungsinstitut für Glücksspiel und Wetten): „Wettbewerb als Determinante des Spieler- und Konsumentenschutzes – mögliche Sozialverluste infolge einer Wettbewerbsverzerrung auf dem deutschen Glücks- und Gewinnspielmarkt“, Medien und Recht Verlags GmbH, 2014.
  • Dr. Mark Griffiths, Dr. Jonathan Parke, Dr. Jeffrey Derevensky, Vorwort von Henning Haase: „Der Einfluss struktureller und situationsbedingter Merkmale auf das Spielverhalten an Spielautomaten“, Juli 2012.
  • Prof. Jörg Häfeli: „Glücksspielangebote und Problemlast in der Bevölkerung Schwerpunkt Schweiz im Vergleich mit Deutschland und Österreich – Entwicklung der Jahre 1998 bis 2011“, Verlag der Universitätsdruckerei H. Schmidt, Mainz 2014.
  • Prof. Dr. Heino Stöver, Prof. Dr. Oliver Kaul, Roger Kauffmann: „Freizeit- und Glücksspielverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener“, Lambertus Verlag, Freiburg in Breisgau 2014.
  • Prof. Dr. Ulrich Reinhardt (BAT-Stiftung für Zukunftsfragen): „Top 10 Kernergebnisse des Freizeit-Monitors 2014“. Die komplette Veröffentlichung „Freizeit-Monitor 2014“ ist abrufbar unter www.freizeitmonitor.de.

Selbst-Check

Der Übergang von einem Glücksspielverhalten mit Spaßcharakter zu problematischem Glücksspielverhalten bis hin zur Abhängigkeit ist in der Regel fließend. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt für einen ersten Selbsttest folgende Fragen zur Reflexion des eigenen Spielverhaltens bereit:

  • Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Glücksspielen gedanklich sehr viel, z.B. um neue Gewinnstrategien zu überlegen oder Geldbeschaffung zu planen?
  • Haben Sie schon versucht, Ihr Glücksspielen einzuschränken oder zu kontrollieren und das als schwer empfunden?
  • Hat Ihr Glücksspielen schon zu Problemen in der Beziehung zu nahe stehenden Menschen geführt?
  • Haben Sie schon häufiger oder länger als vorher gespielt, um dieselbe Erregung zu erleben wie vorher?
  • Haben Sie Ihr Glücksspielen gegenüber anderen Menschen verheimlicht oder versucht, es zu verheimlichen?
  • Waren Sie jemals unruhig oder gereizt, wenn Sie nicht oder weniger gespielt haben?
  • Haben Sie wegen Spielschulden immer häufiger gespielt, weil Sie hofften, Ihre Verluste wieder zurück zu gewinnen?
  • Haben Sie schon etwas Illegales getan, um Geld für Ihr Glücksspielen zu haben?
  • Haben andere Personen schon Ihre Spielschulden bezahlt, weil Sie wegen Ihrer finanziellen Lage verzweifelt waren?

Wenn Sie Fragen mit „ja“ beantwortet haben, sollten Sie sich bewusst werden, dass Ihr Glücksspielverhalten kritisch oder sogar problematisch sein könnte!

Die Verbände der Unterhaltungsautomatenwirtschaft haben gemeinsam mit der Universität Bremen einen Fragenkatalog entwickelt, um jedem Spielgast Gelegenheit zu geben, sein eigenes Spielverhalten zu überprüfen.

Wenn Sie Ihr eigenes Spielverhalten einschätzen wollen, können Sie den Spielerschutz-Flyer öffnen und die dort gestellten Fragen beantworten.

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Spielschutz Flyer

Unterstützungsangebote

Haben Sie Fragen zu Ihrem eigenen Spielverhalten bzw. zu den Problemen, die damit zusammenhängen? Oder machen Sie sich Sorgen um eine nahestehende Person? An dieser Stelle können Sie das Beratungsteam von Check dein Spiel kontaktieren. Sie haben zwei Möglichkeiten:

Die offene Sprechstunde im Chat. Sie findet donnerstags von 15-17 Uhr statt (außer Feiertags). Momentan ist der Chat leider geschlossen.

Teilen Sie uns ihre Fragen und Probleme über das E-Mail-System von Check dein Spiel mit. Das Beratungsteam wird sich so schnell wie möglich bei Ihnen melden.

Hilfe bei auffälligem Spielverhalten erhalten Sie auch unter der Telefonnummer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tel.: 01801 372700

(Festnetzpreis 3,9 Cent pro Minute, höchstens 42 Cent pro Minute aus Mobilfunknetzen)

Diese wird Sie auch dabei unterstützen, Kontakt zu einem geschulten Berater in Ihrer Region aufzunehmen und das Beratungs- und Therapieangebot zu nutzen.

Ein kostenloses und anonymes Online Beratungsangebot der Bundeszentrale finden Sie auch unter www.check-dein-spiel.de

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Information zur Glückspielsucht